Nachhaltige Entwicklung und integratives Wachstum - Forschungsprojekt
KDO - Kosovo Development Cooperation
PROJEKT NAME
Das Ende von Entwicklungsprojekten: Warum scheitern sie und wie kann man das verhindern? Die Fallstudie Kosovo
Kurz:
Kosovo Development Cooperation (KDC)
DAUER
1.09.2021-30.06.2023
PROJEKTFINANZIERUNG
Hans Rentsch (Ökonom)
ZUSAMMENFASSUNG
Die Entwicklung des Kosovo in der Nachkriegszeit hängt stark von internationaler Hilfe ab. Die Landwirtschaft gehört zu den fünf wichtigsten Sektoren, in denen Hilfsgelder bereitgestellt werden, mit dem Ziel, verschiedene Projekte zu ermöglichen – von der Flurbereinigung über den Wiederaufbau von landwirtschaftlichen Betrieben und landwirtschaftlichen Einrichtungen, die ländliche Entwicklung sowie die Instandsetzung und den Bau landwirtschaftlicher Infrastruktur bis hin zur Verbesserung der Umwelt- und Hygienebedingungen in den landwirtschaftlichen Betrieben und im ländlichen Raum. Die Vielfalt der Programme der Entwicklungszusammenarbeit deutet darauf hin, dass ein starker Bedarf besteht, den ländlichen Raum im Kosovo zu fördern, wo 61 % der Gesamtbevölkerung leben und überwiegend in der Landwirtschaft tätig sind. Das Scheitern der Entwicklungszusammenarbeit im Agrarsektor des Kosovo ist jedoch kaum erforscht und wird selten diskutiert. In diesem Projekt versuchen wir zu verstehen, was das Scheitern von Projekten der Entwicklungszusammenarbeit in der Landwirtschaft verursacht und warum sie oft zu „toten Kapitalinvestitionen“ werden; warum sie es nicht schaffen, neue Arbeitsplätze zu schaffen, die lokale Wirtschaft und soziale Bindungen zu stärken und die Abwanderung junger Menschen zu verringern; und wie solche Misserfolge in Zukunft verhindert werden können. Das Projekt basiert auf ethnografischen Fallstudien zur Entwicklungszusammenarbeit in zwei Dörfern im Westen und Südosten des Kosovo.
PROJEKTTEAM
Jovana Diković, Forschungsleitung
Philipp Aerni, Forscher