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Sustainable Development & Growth Projekt

Pharmakina Projekt

Projektname

Untersuchung der Nettoauswirkungen ausländischer Direktinvestitionen auf die Nachhaltigkeit in Ländern mit niedrigem Einkommen: Eine Fallstudie zu den Investitionen von Pharmakina in der Provinz Süd-Kivu, Demokratische Republik Kongo 

Dauer

Laufendes Projekt, Start im Juni 2025

Projektfinanzierung

Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (SDC) und CCRS

Über das Projekt

Im Juni 2025 startete das CCRS ein internationales Projekt, um den Beitrag ausländischer Direktinvestitionen (ADI) zu einem nachhaltigen und inklusiven Wandel in Ländern mit niedrigem Einkommen sowie zur Erreichung des UN-Ziels für nachhaltige Entwicklung Nr. 8 (menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum) zu untersuchen. Das Projekt zielt darauf ab, das Engagement ausländischer Unternehmen für eine prinzipienbasierte lokale Verankerung zu bewerten. Zu diesem Zweck führen wir eine umfassende Fallstudie zu Pharmakina durch, einem Unternehmen mit Sitz in Bukavu, einer Stadt im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DRK). Seit seiner Gründung im Jahr 1946 ist Pharmakina kontinuierlich gewachsen und hat sich zum weltweit führenden Produzenten und Verarbeiter von Chinin entwickelt. Unser Projekt zielt darauf ab, die Nettoauswirkungen von Pharmakina auf die lokale Bevölkerung, die Unternehmen und die Umwelt systematisch zu untersuchen und dabei folgende Fragen zu beantworten:

  • Wie ermöglicht Pharmakina die wirtschaftliche Integration lokaler Unternehmen und der lokalen Kultur in die globalen Märkte und schafft gleichzeitig einen Netto-Nutzen für die lokale Wirtschaft in der Provinz Süd-Kivu in den Bereichen Soziales, Gesundheit und Umwelt?
  • Inwiefern trägt Pharmakina durch berufliche Bildung, den Aufbau lokaler Kapazitäten und die Integration in die Lieferkette zum formellen lokalen Wirtschaftsökosystem bei? 
  • Inwieweit ist Pharmakina ein Motor für die endogene wirtschaftliche Entwicklung, der lokale Innovation und Unternehmertum fördert? 
  • Gibt es negative Nettoauswirkungen, die Pharmakina auf das lokale Wirtschaftsökosystem hat, und wie wird damit umgegangen?

Bei unserer systematischen Untersuchung der Verankerung von Pharmakina kombinieren wir quantitative und qualitative Ansätze. Mithilfe des vom CCRS in einem früheren Forschungsprojekt entwickelten Bewertungsinstruments „kei-sdg8“ bewerten wir den Beitrag von Pharmakina zur lokalen Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt. Durch qualitative Methoden und umfangreiche Feldforschung in der Region Bukavu untersuchen wir die Rolle von Pharmakina und wie seine Auswirkungen auf die nachhaltige Entwicklung auf lokaler Ebene wahrgenommen werden.

Die Fallstudie zu Pharmakina liefert wertvolle Einblicke in das Potenzial von Unternehmens- und Impact-Investments zur Armutsbekämpfung in wirtschaftlich und politisch instabilen Regionen. In diesem Zusammenhang aktualisieren wir auch das CCRS-Tool „kei-sdg8“, das es anderen internationalen Unternehmen ermöglicht, die Netto-Nachhaltigkeitswirkung und den Beitrag ihrer Tochtergesellschaften zum UN-Ziel 8 in den Regionen, in denen sie tätig sind, zu bewerten.

Research Team

Jovana Diković, CCRS - Projektleiterin

Philipp Aerni, CCRS - Projektsupervisor

Patrick Milabyo Kyamusugulwa, Institut Supérieur des Techniques Médiales de Bukavu – wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Demokratischen Republik Kongo

Patrick Milabyo Kyamusugulwa ist Professor am Institut Supérieur des Techniques Médicales in Bukavu in der Demokratischen Republik Kongo (DRK). Außerdem ist er Forscher am International Institute of Social Studies der Erasmus-Universität Rotterdam in den Niederlanden und Mitglied des Sozialwissenschaftlichen Zentrums für afrikanische Entwicklung (KUTAFITI). Patrick hat zahlreiche Publikationen zu den Themen soziale Rechenschaftspflicht, Gender, lokale Regierungsführung sowie Wiederaufbau und Entwicklung von Gemeinschaften in der DRK veröffentlicht.

Marie-Rose Bashwira, Katholische Universität Bukavu, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Demokratischen Republik Kongo

Marie-Rose Bashwira ist Professorin für Sozialökonomie an der Katholischen Universität Bukavu. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf der Kreislaufwirtschaft und dem grünen Unternehmertum. Darüber hinaus befasst sich Marie-Rose mit Genderfragen, Ressourcenmanagement und Entwicklungsstudien. Sie ist zudem an Forschungsprojekten zu sozioökonomischen Auswirkungen, Wertschöpfungsketten, Frieden und Sicherheit, Unternehmertum sowie Klimawandel beteiligt. Sie hat an der Universität Wageningen promoviert. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am International Institute of Social Studies der Erasmus-Universität und Mitglied der IBeP-DRC (Initiative pour le Bien-Être et la Paix).